Die Taufbecken der Pfarrei Maria Frieden

 

Taufbecken St. Bonifatius

Taufbecken St. Bonifatius

Das Taufbecken der Kirche St. Bonifatius befindet sich in direkter Nähe zum Hauptportal und steht genau wie der Altar in der Mittelachse der Kirche. Es ist in einer runden Vertiefung untergebracht, die von einem kleinen Zaun umgeben ist. Beim eigentlichen Taufbecken handelt es sich um einen schlichten achteckigen Taufstein, der dem Stil des Altares und des Ambos stark ähnelt.

Die größte Besonderheit des Taubeckens ist der kunstvoll gestaltete Reliefdeckel aus französischem Kalkstein, der von dem Kölner Bildhauer Elmar Hillebrand im Jahr 1961 gestaltet wurde. Hillebrand hat zahlreiche bekannte Werke geschaffen, beispielsweise die Hauptaltäre des Kölner und Trierer Doms und der Münchener Frauenkirche. Auch das bronzene Hängekreuz der Kirche St. Bonifatius wurde von ihm gestaltet.

Der Reliefdeckel zeigt eine Art Lebensrad, dessen Anfang und Ende der gekreuzigte Jesus in der unteren Speiche bildet. In der Mitte des Lebensrads sind Weintrauben zu erkennen, die scheinbar vom Haupt Jesu ausgehen. Der langjährige Pfarrer der Gemeinde St. Bonifatius, Norbert Rutten schreibt als Interpretation dazu im Kirchenführer: „Jesus spricht ja einmal von sich selber als dem wahren Weinstock, mit dem wir alle verbunden sein müssen, wenn unser Leben Frucht bringen soll.“ Im weiteren Verlauf des Rades sind verschiedene Szenen zu sehen, die als Lebensstationen von der Geburt bis zum Tod gedeutet werden können, eine offizielle Interpretation oder Erklärung hierzu gibt es nicht. In den Speichen des Lebensrades sind neben Menschen aller unterschiedlichen Altersklassen auch mehrere Engel zu erkennen, die die Menschen zu beschützen scheinen. In der Kirchenzeitung vom 22.04.1962 heißt es hierzu: „Gott sendet uns Engel, die uns auf der irdischen Pilgerschaft begleiten und stärken.“

Der Reliefdeckel ist eines der bedeutendsten Kunstwerke in der Kirche St. Bonifatius und zierte nach seiner Fertigstellung unter anderem die Titelseite der eben zitierten Aachener Kirchenzeitung zur Osterausgabe im Jahr 1962 und die Schlussseite des 1974 erschienen Buches „Katholisches Krefeld – Streiflichter aus Geschichte und Gegenwart“, an dem auch Norbert Rutten mitgewirkt hat.

Für die eigentliche Taufe wird das Taufbecken heute nicht mehr verwendet, da der massive Reliefdeckel aufgrund seines hohen Gewichtes kaum bewegt werden kann und möglicherweise beschädigt werden würde. Die Tauffeiern finden aber symbolisch immer noch in und um die runde Vertiefung am Taufbecken herum statt, was an die alte Form der Taufspendung durch Untertauchen erinnern soll.

Unmittelbar vor dem Taufbecken befindet sich der kunstvoll gestaltete Osterleuchter aus Marmor, der ebenfalls aus der Werkstatt von Elmar Hillebrand stammt. Auf ihm steht die meiste Zeit des Jahres die Osterkerze, an der bei Tauffeiern auch die Taufkerze entzündet wird. Der Osterleuchter zeigt eine Szene aus dem Alten Testament, in der der Prophet Jona sich aus dem Maul eines großen Fisches befreien kann, was als Auferstehungssymbol interpretiert wird. Darüber ist ein Lorbeerkranz zu erkennen.

Hinter dem Taufbecken in der Westwand der Kirche befindet sich ein kleines buntes Fenster, das die biblische Szene des Sündenfalls von Adam und Eva zeigt, als sie die Schlange dazu bringt die verbotene Frucht vom Baum der Erkenntnis zu kosten. Das Fenster wurde von Theodor Giesberts geschaffen und wirft bei entsprechenden Bedingungen ein wunderschönes buntes Licht auf das Taufbecken.

Text: Philipp Wallrath l Foto: Hubert Behr

Taufbecken Herz Jesu

Taufbecken Herz Jesu

In der in den Jahren 1986 bis 1988 umgestalteten Kirche wurde in der früheren Apsis eine kleine Taufkapelle geschaffen. Rundum an der Wand wurde eine Sitzbank errichtet und die Mitte dieser Kapelle wurde tiefer gelegt. Dort drin steht das Taufbecken. Ein auf vier Säulen errichtetes Becken, das mit einem Edelstahldeckel abgedeckt werden kann. Der Stein gleicht in seiner Farbe sehr dem des Altars und könnte ebenfalls Anröchter Dolomit sein und die Säulen schaffen eine Verbindung zu den Säulen, die im Eingang der Kirche die abgehängte Decke stützen.

Das Becken steht bewusst eine Stufe niedriger um das Eintauchen in das Wasser zu verdeutlichen. Wie Jesus für seine Taufe durch Johannes zum Jordan hinab und ins Wasser steigen musste, so soll auch der Täufling hinabsteigen / sich hinabbeugen zum Wasser der Taufe - um dann von dort aufrecht in das "neue Leben als Christ/Christin" zu gehen.

Leider ergaben unsere Nachforschungen keine weiteren Auskünfte über die Herstellung und den Stein.

Zitat aus dem Buch „Kirche bauen – Gemeinde bilden“ von Anja Künzel: „Etwas seltsam mutet der Taufstein an, der zu rund, zu sehr aus einem Guss erscheint. Man hätte sich hier in der Ausarbeitung etwas mehr bildhauerische Phantasie wünschen können, wenn auch die Symbolik der Form und Farbigkeit, noch dazu im Einklang mit dem Säulenmotiv der übrigen Architektur, sprechen kann: Ein rundes Taufbecken, ohne Ecken und Kanten – der Kreis als Symbol der Vollkommen- und Ganzheit, auf vier ebenso runden Säulen – vier als symbolische Zahl der Erde - : Himmel und Erde kommen einander in der Taufe nahe, der neugeborene Mensch empfängt in ihr die Heilsgande Gottes.“

Text: Petra Grüttner l Foto: Hubert Behr

Taufbecken St.Martin

Taufbecken St.Martin

Nach den Anregungen des II. vatikanischen Konzils wurde die Kirche St.Martin 1968 grundlegend umgestaltet und im inneren um 180 Grad gedreht. Ursprünglich stand das Taufbecken in der Nische mit der Pieta und nach der Umgestaltung des Kirchenraumes im Eingangsbereich zwischen den Glastüren. Von dort wurde 1999 das Taufbecken an die Stelle des früheren Seitenaltares gestellt, in direkte Nähe zum Tabernakel, wo es jetzt steht.

Das Taufbecken hat durch die räumliche Nähe den inneren Zusammenhang der Sakramente betont, wohingegen vorher das "Eingangssakrament" im Fokus stand.

Eingelassen ist das Taufbecken in einen rechteckigen Stein der sich nach unten verjüngt und in seiner Schlichtheit eine klare Linie zur Kirche darstellt. Den geschmiedeten kupfernen Deckel ziert ein dreidimensionales Kreuz das wie ein Kompass in alle Himmelsrichtungen zeigt. So ein Kreuz findet man auch im ökumenischen Zusammenhang, da die Taufe alle Christen eint.

Zwischen Tabernakel, ewigem Licht, Gedenktafel Gefallener des 2 Weltkrieges und der letzten Station des Kreuzweges steht das Taufbecken im Seitenschiff unter der niedrigen Decke, beleuchtet durch zwei kleine Kirchenfenster in einer in sich ruhenden, wohlfühlenden Atmosphäre.

Text und Foto: Renate Kloss

Taufbecken St. Clemens

Taufbecken St. Clemens

Das Taufbecken in der Kirche St. Clemens steht im Eingangsbereich direkt am Hauptportal. Es ist ein alter Stein auf dem eine Tonschale aufliegt die rundum das Symbol des Fisches aufweist. Der Fisch, eines der ältesten Zeichen für Christen noch bevor das Kreuz zum Symbol der Christenheit wurde, ist heute noch ein beliebtes Symbol zur Taufe.

Das Taufbecken wird heute nicht mehr als solches genutzt sondern dient als Weihwasserbecken.

Bei den Taufen in St. Clemens wird die Taufgemeinschaft im Eingangsbereich der Kirche rund um das Weihwasserbecken willkommen geheißen. In einer kleinen Prozession ziehen alle zu den Altarstufen. Dort werden die Täuflinge getauft. Das Taufwasser wird in einem Kännchen gesegnet und bei der Taufzeremonie wird das Wasser mit einer Schale aufgefangen.

Unsere Nachforschungen über Alter, Material und Herkunft des Taufbeckenes sind leider alle Ergebnislos verlaufen.

Text und Foto: Petra Grüttner

Taufbecken St. Johann Baptist

Taufbecken St. Johann Baptist

Foto: Hubert Behr

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