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Der Heilige Matthias bringt Jugendliche in Bewegung

Seit einigen Jahren bricht jährlich auch eine große Gruppe von Jugendlichen auf, um mit der St. Matthias-Wallfahrtsbruderschaft Fischeln zum Grab des Heiligen Matthias nach Trier zu pilgern. Erstaunlich ist, dass Jugendliche den Pilgerstab in die Hand nehmen und sich einen ganzen Tag zu Fuß aufmachen, für eine Strecke, die ein Auto in einer halben Stunde zurücklegt. Pilgern war wohl schon immer der Beginn eines großen Abenteuers mit ungewissem Ausgang, aber zumindest mit einem klaren Ziel: das Heil für die Seele zu finden und  verändert in den Alltag zurückzukehren.  

"Nachdem Jugendliche im vergangenen Jahr voll Begeisterung nach Hause kamen, haben diese ihre Freunde mit ihren Erzählungen und Eindrücken angesteckt, dass nun wieder neue Jugendliche und junge Erwachsene mitpilgern möchten", freut sich die neue Brudermeisterin Susanne Hell. "Es haben sich sogar Firmanden mit ihren Firmpaten angemeldet" – weiß sie zu berichten – "und das finde ich eine ganz tolle Idee". Kaplan Marc Kubella, der die Pilger seit sechs Jahren begleiten darf,  kennt dieses Phänomen aus der Geschichte: "Die Pilger transportierten ihre Eindrücke, ihre Erkenntnisse und das Wissen aus fernen Ländern und Kulturen in ihre Heimat; die Pilgerwege waren damals so etwas wie ein Internet des Mittelalters".

Pilgern war und ist keine Individualreise. Pilger suchen zumindest für weite Strecken ihres Weges die Gruppe, um auf dem Weg zu singen und zu beten, um sich durch Erzählungen die Zeit zu vertreiben und um gemeinsam zu essen und zu teilen, was jeder hat. Seit über 30 Jahren pilgert die St. Matthias-Bruderschaft von Fischeln nach Trier. Das Tagespensum von 20 Kilometern ist nicht ohne. In kleinen Pensionen oder in Fremdenzimmern sind die Pilger untergebracht. Ein Highlight für die Jungs ist es, mit Schlafsack und ISO-Matte in einem Stall eines Bauernhofes zu übernachten. Das Gepäck müssen die Teilnehmer nicht selber tragen, dafür nehmen die Pilger die Anliegen und Gebete der ganzen Gemeinde Maria Frieden mit zum Apostelgrab. Ein Fürbittbuch, welches in der Pfarrkirche St. Clemens ausliegt, lädt die Krefelder ein, ihre persönlichen Bitten mitzugeben.

Kaplan Kubella, weiß, "eine solche Fußwallfahrt verhilft vielen neu oder ganz anders zum Glauben an Gott; es erweitert Horizonte und fördert das Staunen und die Freude an der Vielfalt der Menschen, die einem auf dem Weg begegnen. Und Pilgern schafft eine tiefe Befriedigung, wenn das Ziel erreicht ist." Seit dem 12. Jahrhundert wird in Trier der heilige Matthias verehrt, jener Apostel, der erst nach dem Tod Jesu, durch Losentscheid "nachnominiert" wurde (Apg 1,15-26) – und so auf sehr sympathische Weise bezeugt, dass man nicht in der ersten Reihe stehen muss, um treu und bescheiden den Dienst der Nachfolge zu leisten.
 
Jugendliche, Firmanden und auch Erwachsene, die Interesse an der Teilnahme haben, können sich über das Pfarrbüro St. Clemens (Clemensstraße 10, Telefon: 02151 - 30 12 12) anmelden.


Text: Julia Hübner, Fotos: Therese Lippok

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