Aktuelle Termine

28 Jul 2018
20:00  –
Gemeindeausschuss St. Johann

Eindrücke eines Erstpilgers

Es ist der 24.05.2017, Christi Himmelfahrt, 4:45 Uhr. Der Wecker klingelt, zugegeben etwas früh an einem Feiertag… Trotzdem fällt das Aufstehen leicht, da es der seit langer Zeit erwartete Tag meiner ersten Fußpilgerwahlfahrt mit der SMB Fischeln nach Trier ist. So begebe ich mich kurz vor 6 Uhr voller Motivation durch die leeren Straßen unseres Dorfs in Richtung Clemenskirche.

Nachdem alle Mitpilger eingetroffen sind und wir zum Abschluss einer kurzen Andacht auf dem Kirchenvorplatz den Segen unseres Pfarrers Mertens erhalten, begeben wir uns per Bus in die Eifel.

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Schützen-Bruderschaften

Die Schützenbruderschaften in Deutschland und dem benachbarten Ausland basieren meist auf historischen Bürgerwehren, die besonders kirchliche Veranstaltungen schützten.

Die Bruderschaften hatten in dieser Zeit die Aufgabe, Haus und Hof in Kriegszeiten, bei Seuchengefahren und Glaubensstreitigkeiten zu schützen, besonders aber vor Gesindel, brandschatzenden Banden und Räubern zu verteidigen. In der Frühzeit ihres Bestehens waren sie reine Selbstschutzgemeinschaften. Schon damals nahmen die „Schützen” an öffentlichen Festlichkeiten teil. Hierbei traten sie nicht nur als Veranstalter in Erscheinung, sondern auch als schützende oder ordnende Organisation, wie es ihre ursprüngliche Aufgabe war. Dies war besonders bei allen kirchlichen Veranstaltungen, Festen und Prozessionen der Fall. Dieses als militärisch zu bezeichnende Wesen der Schützengilden herrschte etwa in der Zeit vom 14. bis zum 16. Jahrhundert vor. Die Schützengilden entwickelten sich vor diesem gesellschaftlichen Hintergrund zu „Bruderschaften”. Neben dem Schutz bei kirchlichen Feiern und Prozessionen kamen karitative Aufgaben hinzu. Durch diese Schwerpunkte – wehrhafter Schutz, verbunden mit Disziplin, Nächstenliebe und Gebet – entwickelte sich das eigentliche Wesen der Schützenbruderschaften. Aus diesem Geist heraus entstand die bis in die heutige Zeit bindende Parole „Für Glaube, Sitte und Heimat”.

Heute sind sie in allgemeinen Schützenvereinen jedermann offen und veranstalten regelmäßige Schützenfeste. Auch heute nehmen Schützen der Schützenbruderschaften an Prozessionen und kirchlichen Festen teil – mit Fahnen, Spalieren und Umzügen, jedoch ohne Waffen.

Hier geht es zur Homepage der Bürger-Schützen-Gesellschaft 1451 Fischeln e.V.


Foto: Pfarre Maria Frieden

Der Heilige Matthias bringt Jugendliche in Bewegung

Seit einigen Jahren bricht jährlich auch eine große Gruppe von Jugendlichen auf, um mit der St. Matthias-Wallfahrtsbruderschaft Fischeln zum Grab des Heiligen Matthias nach Trier zu pilgern. Erstaunlich ist, dass Jugendliche den Pilgerstab in die Hand nehmen und sich einen ganzen Tag zu Fuß aufmachen, für eine Strecke, die ein Auto in einer halben Stunde zurücklegt. Pilgern war wohl schon immer der Beginn eines großen Abenteuers mit ungewissem Ausgang, aber zumindest mit einem klaren Ziel: das Heil für die Seele zu finden und  verändert in den Alltag zurückzukehren.  

"Nachdem Jugendliche im vergangenen Jahr voll Begeisterung nach Hause kamen, haben diese ihre Freunde mit ihren Erzählungen und Eindrücken angesteckt, dass nun wieder neue Jugendliche und junge Erwachsene mitpilgern möchten", freut sich die neue Brudermeisterin Susanne Hell. "Es haben sich sogar Firmanden mit ihren Firmpaten angemeldet" – weiß sie zu berichten – "und das finde ich eine ganz tolle Idee". Kaplan Marc Kubella, der die Pilger seit sechs Jahren begleiten darf,  kennt dieses Phänomen aus der Geschichte: "Die Pilger transportierten ihre Eindrücke, ihre Erkenntnisse und das Wissen aus fernen Ländern und Kulturen in ihre Heimat; die Pilgerwege waren damals so etwas wie ein Internet des Mittelalters".

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Pilgern aus verschiedenen Perspektiven Teil V

"Zur Freiheit berufen..." 31. Fußwallfahrt der St. Matthias-Bruderschaft, Fischeln nach Trier vom 14.-17. Mai: Die Gründe, eine Fußwallfahrt nach Trier zu unternehmen, sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Da gingen  Familien, die um einen lieben Verstorbenen trauern, der jahrelang mit nach Trier gepilgert ist; Menschen, die ihre oder Anliegen anderer mitgenommen haben; Menschen, die sich ein Ziel gesetzt hatten. Ob Suchende, Glaubende, Trauernde, Hoffende - alle machen sich in einer Gruppe zum Grab des Hl. Matthias nach Trier auf den gleichen Weg: in die Nähe Gottes.

Seit 31 Jahren haben Pilger mit der St. Matthias-Bruderschaft Fischeln, die Möglichkeit, ihre ganz eigenen Erfahrungen zu machen. Dazu gehört auch das Miteinander auf dem Weg, das aufeinander Schauen, getragen sein in der Gemeinschaft und füreinander da sein.

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Pilgern aus verschiedenen Perspektiven Teil IV

Buswallfahrt - Eine feste Institution seit 25 Jahren:  Für alle, die eine Fußwallfahrt nicht machen konnten oder sich diese Anstrengungen nicht mehr zutrauten, organisierte 1989 unser damaliger Präses, Pfr. Peter Harperscheid eine Buswallfahrt, die so gut ankam, dass sich daraus die Tradition der Buswallfahrt entwickelte.

Sie wurde in diesem Jahr zum 25. mal durchgeführt – natürlich nicht von mir, aber seit 2007 darf ich diese Wallfahrt planen und auch durchführen. Wie jedes Jahr kommt unsere Präses (in diesem Jahr Herr Kaplan Marc Kubella) und unser 1. Brudermeister (Karl Reichenberg) in den Bus um Gebet und den bewährten Reisesegen zu spenden. Wer herbei ungünstig sitzt braucht sich nicht mehr zu waschen, auch wenn schon geschehen. Jedes Jahr ist unser Bus (48 Personen) gänzlich ausgebucht und ich kann in den Pfarren keinen Einladungsaufruf machen, da die Pilger bei der Rückkehr sich schon für das nächste Jahr anmelden.

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Pilgern aus verschiedenen Perspektiven Teil III

Das Pilgern ist beliebt bei jung und alt. Die Fischelner Bruderschaft beging ihre 30. Trier-Wallfahrt: Eine große Zahl von Freunden, Verwandten und Gemeindemitgliedern waren gekommen, um die Trierwallfahrer bei der Rückkehr an der Fischelner Pfarrkirche zu begrüßen. Mit festlichem Geläut und einem Menschenspalier wurde die Pilgergruppe die letzten Meter ins Gotteshaus begleitet. Vier Tage lang waren die Pilger der St. Matthias-Wallfahrtsbruderschaft zu Fuß zum Grab des Heiligen Matthias unterwegs. In diesem Jahr pilgerte die Bruderschaft zum 30. Mal von Fischeln nach Trier. Ein persönliches Jubiläum feierte die Wallfahrerin Gundi Sieberichs, die an allen 30 Wallfahrten teilnahm.

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Pilgern aus verschiedenen Perspektiven Teil II

Fußwallfahrt - aus der Sichtweise einer Jugendlichen: Das Wort Wallfahrt klingt für Jugendliche nicht sonderlich attraktiv. Sie verbinden es mit stundenlangem Laufen, Beten, großer Anstrengung und hauptsächlich älteren Leuten, die mitkommen. Diese Vorstellung ist aber überholt. Das habe ich auf der Trierwallfahrt 2014 selber feststellen können. Trotz den großen Anstrengungen des Laufens und des frühen Aufstehens, konnte ich in dieser Zeit abschalten und dem Stress des Alltags entfliehen. Ich denke, dass eine solche Wallfahrt gerade für Jugendlich sehr geeignet ist. So können sie für ein paar Tage dem Druck, der durch die hohen Anforderungen der Schule und des Umfeldes aufgebaut wird, entfliehen. Sie haben Zeit zu sich zu finden und über Dinge nachzudenken, für die man im Alltag keine Zeit findet.

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Pilgern aus verschiedenen Perspektiven Teil I

Zur Fußwallfahrt! Unsere diesjährige 30. Fußwallfahrt liegt noch keine zwei Wochen zurück. Vier Tage waren wir mit 48 Erwachsenen, 14 Jugendlichen (Messdiener und Firmlinge) und unserem Präses Pfr. Marc Kubella unterwegs. Am Sonntagabend sind wir wohlbehalten zurückgekehrt und unter Glockengeläut empfangen worden. Es war wieder eine gute, erfüllte Zeit. Unsere Fußwallfahrt geht über 4 Tage im jährlichen Wechsel mit der Bruderschaft St. Tönis entweder um den 1. Mai oder ab Christi-Himmelfahrt.

Frühmorgens des 1. Tages treffen wir uns zum Reisesegen auf dem Clemensplatz und fahren dann mit einem Reisebus nach Daun. Vom Weinfelder-Maar (Totenmaar) gehen wir in 3 Tagesetappen (ca. 20 km - 25 km - 30 km) bis Trier und zwar bei jedem Wetter! Während der Tagesetappen halten wir 4 - 5 Mal eine kurze Meditation, gehen ein Stück schweigend und beten dann einige Gesätze des Rosenkranzes. Danach bleibt viel Zeit im Gespräch miteinander oder in Gedanken mit uns selber weiterzugehen. Den 1. Tag beschließen wir am Ende unserer Tagesetappe mit einem Gottesdienst am frühen Abend an unserem Wegkreuz in Dodenburg. Dort beziehen wir auch Quartier für die Pilgertage. Am 2. Tag feiern wir in Gladbach nachmittags eine Eucharistiefeier. Der 3. Tag beginnt frühmorgens um 8.00 Uhr in Heidweiler mit einer Messe (Kr. Wittlich).Die Fußwallfahrt endet am Samstagabend mit dem Einzug in St. Matthias, wo wir vom Pilgerpater der Abtei, Pater Athanaisus, begrüßt werden.

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Bericht zur Wallfahrt 2015

Es ist Mai -  Pilgerzeit für die Matthias-Bruderschaft unserer Gemeinde. Zum 31. Mal machte sich die Pilgergruppe auf den Weg, um zum Apostelgrab des Hl. Matthias in der Benediktinerabtei St. Matthias in Trier zu pilgern. Eine intensive Vorbereitungszeit war voraus gegangen. Die Pilgergruppe wächst stetig, dieses Mal waren 25 Neupilger dabei. Das bringt das malerische Dörflein Dodenburg, in dem wir jedes Jahr Quartier beziehen, mit seinen 97 Einwohnern fast an die Grenze seiner Übernachtungsmöglichkeiten. Es hat uns insofern besonders angerührt, dass etliche Anstrengungen unternommen worden waren, damit jeder Mitpilger ein Bett für die Nacht vorfindet. Es ist fast so, als ob das kleine Dorf in Gedanken mit uns pilgert. Wir sind uns dessen bewusst und ziehen jedes Jahr am ersten Abend bewegt in Dodenburg ein.

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Als Augenzeuge ein „Garant der Tradition“

Der Name Matthias ist Kurzform des hebräischen Matathias, übersetzt „Geschenk Gottes“, und deutet auf die jüdische Herkunft des Mannes hin, der unmittelbarer Augenzeuge des Lebens und Wirkens Jesu war. Nicht viel ist bekannt über ihn. Aus exegetischer Sicht ist er „Garant der Tradition“, wie Professor Hans-Georg Gradl von der Theologischen Fakultät Trier erläutert. Der Zwölferkreis stellt für die Apostelgeschichte die Brücke zwischen Jesus und der Urgemeinde dar, weil durch die Apostel das Wissen um Jesu Weg und in seine Botschaft von Augenzeugen bewahrt und durch sie weitergegeben wird. Für die Leser der Apostelgeschichte am Ende des 1. Jahrhunderts war es wichtig zu wissen, dass ihre Gemeinden sich auf dieser Basis entwickelten. „So ist Matthias zwar nachgewählt, aber als mit dem Leben und Wirken Jesu eng vertrauter Jünger ein wichtiges Glied der verlässlichen Traditionskette.“

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Maria Frieden
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