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Wartburg, Eisenach
Luther Arbeitszimmer Wartburg DSCF5849 1100px
Luthers Arbeitszimmer auf der Wartburg, Eisenach
Lutherhaus Eisenach DSCF6039 1100px
Lutherhaus, Eisenach
Wartburg Eisenach Hof DSCF5920 1100px
Wartburg Innenhof, Eisenach
Luther Tafel Lutherhaus Eisenach DSCF6037 1100px
Relief am Lutherhaus, Eisenach
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Wartburg, Eisenach

Luthers Leben und Wirken

Martin Luther war Reformator und Menschenversteher. Als Reformator brachte er am 31. Oktober 1517, also vor 500 Jahren, eine neue Denkweise auf den Weg. Luther (1483 - 1546) schlug 95 Thesen an der Wittenberger Schlosskirche an, die zur Grundlage des evangelischen, des reformierten Glaubens wurden.

Für 2017 wurde daher das Lutherjahr ausgerufen. Garniert mit einem besonderen Geschenk: Alle Bundesländer haben zugestimmt, dass der Reformationstag, der 31. Oktober 2017, einmalig zu einem bundesweiten Feiertag wird. Das Lutherjahr wird viele Möglichkeiten bieten, sich auf die ein oder andere Weise mit dem Thema Glauben zu beschäftigen - aus evangelischer Sicht, aus katholischer Sicht, unter dem besonderen Blickwinkel der Ökumene.

Martin Luther als Menschenversteher hat einen besonderen Ursprung: Nach dem Anschlag seiner Thesen kommt viel Unruhe auf, was darin mündet, dass Luther für vogelfrei erklärt wird. Kurfürst Friedrich der Weise will ihn schützen und schickt Luther auf die Wartburg bei Eisenach. Zur Tarnung wechselt Luther den Namen und nennt sich von nun an Junker Jörg. Um der Monotonie der sicheren Unterbringung zu entgehen, stürzt sich Luther an die Arbeit: Er übersetzt das Neue Testament in die deutsche Sprache. Dafür benötigt er nur wenige Wochen. Das Besondere seiner Übersetzung ist, dass Luther so viele Dialekte und unterschiedliche Ausdrucksweisen verständlich zusammenführt, dass diese Übersetzung fortan als eine der wichtigsten Grundlagen für die neuhocheutsche Schriftsprache gilt.

Die Reformation selbst hinterließ über den theologischen Inhalt hinaus wichtige Spuren im Bereich der Mediennutzung. Befürworter wie Gegner der Reformation nutzten gerade aufgekommene, moderne Drucktechniken (die Gutenberg-Bibel war kurz vor der Geburt Luthers erschienen). Bücher, Flugblätter und gedruckte Bilder verbreiteten reformatorisches Gedankengut, die Gegner dieser Ideen wandten sich mit den gleichen Mitteln gegen sie. So wurde die Reformation zu einer der ersten großen Auseinandersetzungen, die über die Medien ausgetragen wurden.

Feier des Reformations-Jubiläums

Über 500 einzelne Veranstaltungen weist die Internetseite www.luther2017.de bereits aus. Sie alle sind Beiträge zur Feier des Luther-Jahres - von regionalen Festen und Evetns bis zur Ausstellung „Der Luthereffekt. 500 Jahre Protestantismus“ im deutschen Historischen Museum in Berlin. Insgesamt gibt es, wie die Staatliche Geschäftsstelle „Luther 2017“ mitteilt, drei Nationale Sonderausstellungen: die bereits genannte in Berlin und je eine weitere in Eisenach und in Lutherstadt Wittenberg. "Der Luthereffekt" in Berlin erzählt erstmalig eine weltumspannende Geschichte von Wirkung und Wechselwirkung der Reformation, die um 1500 einsetzt und bis in die Gegenwart reicht. Die weltweit meistbesuchte Lutherstätte, die Wartburg bei Eisenach, zeigt ab Anfang Mai 2017 mit „Luther und die Deutschen“, wie jede Epoche deutscher Geschichte ihr ganz eigenes Lutherbild prägte. Und in der Lutherstadt Wittenberg bereitet die Stiftung Luthergedenkstätten Sachsen-Anhalt die Schau „Luther! 95 Menschen – 95 Schätze“ vor. Zu den hochkarätigen Leihgaben gehören beispielsweise Luthers private Bibel von der Veste Coburg oder sein eigenhändiges Testament von 1542.

Zu den herausragenden Bildungsprojekten des Luther-Jahres zählt ein Koffer voll Luther für Kinder: „Auf gut Teutsch – Luther und die deutsche Sprache“ stellt Unterrichtsmaterialien für die Klassen drei bis sieben und alle Schultypen bereit. So
gelingt es, Schülerinnen und Schüler spielerisch an das Thema Luther und die deutsche Sprache heranzuführen. Neben einer digitalen Sammlung enthält der Koffer viele haptische Möglichkeiten, Wortschöpfungen des Reformators zu erkunden, eigene Wörter zu kreieren oder der Wirkung von Sprache in Konfliktsituationen nachzuspüren. Unterschiedliche Module ermöglichen sowohl das Gestalten einzelner Unterrichtsstunden als auch einer ganzen Projektwoche. Der "Luther-Koffer" ist ein Gemineschaftsprojekt des Landesinstituts für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt der Staatlichen Geschäftsstelle „Luther 2017“ und der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft Köthen.


Text und Fotos: Uwe Rieder

Maria Frieden
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