Buße, Umkehr und Neubeginn

Jupp Schmitz (Komposition) und Hans Jonen (Text) stehen hinter dem bekannten Kehraussong des Karnevals "Am Aschermittwoch ist alles vorbei …". An diesem Tag ist die Stimmung eingefleischter Karnevalisten oft traurig und verkatert. Erst mit dem 11. November beginnt dann für sie wieder die schönste Jahreszeit. Karnevalsmuffel hingegen atmen auf. Sie sind froh über einen geregelten Alltag ohne schrullige Begegnungen.

Speisevorschrift und Mittel zur Ausnüchterung

Dass man am Aschermittwoch häufig Fisch isst, hat nicht nur mit den Folgen eines gesteigerten Alkoholkonsums zu tun. Der Tag, an dem das fröhliche Treiben ein Ende hat, markiert im Christentum zugleich den Beginn der österlichen Bußzeit. Sie misst 40 Tage und endet mit der Karwoche. Theologisch erinnert sie an den 40-tägigen Aufenthalt Jesu in der Wüste. Die Verbindung zwischen Aschermittwoch und einer Fischspeise geht auf kirchliche Gebote zurück. Demnach darf an diesem Tag nur eine sättigende Mahlzeit (Fasten) eingenommen werden. Zudem wird in dieser Speise auf Fleisch verzichtet (Abstinenz).

Vergänglichkeit und Umkehr

Von der Asche und nicht vom Fisch hat der Tag seinen Namen. Die Tradition geht zurück auf die "Alte Kirche". Büßende zogen zu Beginn der Fastenzeit ein Bußgewand an und wurden mit Asche bestreut. Im Hochmittelalter wurde die "Bestreuung" auf die ganze Gemeinde ausgeweitet. In den Gottesdiensten am Aschermittwoch zeichnet ein Priester, ein Diakon oder ein beauftragter Laie den Gläubigen ein Aschekreuz auf die Stirn. Sie sprechen dabei „Bedenke, Mensch, dass Du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“. Als Alternativformel werden auch die Worte „Bekehrt Euch und glaubt an das Evangelium“ verwendet. Bevor die Asche ausgeteilt wird, besprengt ein Priester sie mit Weihwasser. Die am Aschermittwoch verwendete Asche entsteht übrigens aus verbrannten Palmzweigen des Vorjahres. Sie ist zudem ein Symbol der menschlichen Vergänglichkeit. Altes muss vergehen, damit Neues entstehen kann. Das Aschekreuz symbolisiert vor diesem Hintergrund die Bereitschaft der Gläubigen zu Buße, Umkehr und Neubeginn.

Fasten: Ganz praktisch

Früher wurde über die ganzen 40 Tage eine genaue Fastenpraxis verfolgt. Als strenge Fastentage der österlichen Bußzeit gelten heute noch der Aschermittwoch wie auch der Karfreitag. Ein Einschränken und persönliche Gedanken über das Wesentliche sind augenblicklich religiöse Phänomene der Fastenzeit. Einschränkungen sind eigentlich ganz einfach und oft schon an kleinen Stellen möglich. Neben einem Verzicht auf übermäßiges Essen und Genussmittel sind viele alltägliche Annehmlichkeiten zu nennen. Autofasten, Handyfasten, Internetfasten, Fernsehfasten, … was fällt Ihnen ein?

Der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen lädt vom 01.03. bis 16.04.2017 übrigens zur Aktion "Autofasten" ein. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der eigens dafür eingerichteten Homepage.

Aschermittwoch in Maria Frieden

Auch in den Kirchen von Maria Frieden können Sie am Aschermittwoch das Aschekreuz empfangen:

08.30 Uhr Kirche Herz Jesu, Gottesdienst Grundschule Königshof
09.00 Uhr Kirche St. Martin, Hl. Messe
10.00 Uhr Kirche St. Clemens, Hl. Messe
18.00 Uhr Kirche St. Johann, Hl. Messe
18.30 Uhr Kirche St. Bonifatius, Hl. Messe


Text: Benjamin Fante l Foto: Colourbox.de - Szakaly 

Maria Frieden
im Internet

Rechtliche
Angaben

Organisationen
im Umfeld

Rund um die
Kirchenmusik