Karneval im Wandel der Zeiten

 

1951-1

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1999

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2000

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Wenn ich an mein erstes Karnevalserlebnis in Krefeld denke, fällt mir immer unser großes Fenster auf dem Südwall ein!

Der Karnevalszug zog genau an unserem Haus vorbei und meine Eltern hatten keine Sorge, genügend Besuch zu bekommen der von den drei Fenstern zur Straßenseite hin den Zug bestaunen wollten.

Wir Kinder wurden verkleidet, wohl dem der Mutter, Oma oder Tante hatte die nähen konnte.

So kurz nach dem Krieg gab es keine Karnevalskostüme zu kaufen, da war Geschick und Fantasie gefragt.

Also saßen wir Geschwister gemütlich im Fenster unserer Wohnung und bestaunten das treiben auf der Straße. Süßigkeiten würden auch damals schon geworfen oder uns gleich in die Hand gegeben.

Wie praktisch…wir brauchten nach dem Karnevalszug nur auf dem Boden unserer Wohnung zu schauen und die „Wurfgeschosse“ aufzusammeln.

Nach dem Zug gab es für die Gäste Kaffee, selbstgebackene Muzen, Waffeln und Kakao für die Kinder. Diese Treffen zum Rosenmontag in meinem Elternhaus wurden eine feste Tradition, die sich bis in hohe Alter meiner Eltern fortgesetzt hat.

Das Feiern des Karnevals veränderte sich nicht nur in der Stadt sondern auch für die Kinder von damals. Man feiert beim Rosenmontagszug, in Sitzungen der Karnevalsvereine, in Pfarrgemeinden und schaut sich im Fernsehen Übertragungen aus Köln und Mainz an.

Heute schmücke ich meinen Balkon mit Luftballons und sehe mir am Sonntag den Kinderkarnevalszug an. Schon wieder zieht ein Karnevalszug an unserem Fenster vorbei…klar…das ist Heimat!

Die Fotos zeigen Renate Kloss in ihrer Kindheit und später zusammen mit ihrem Mann Egon.


Text und Fotos: Renate Kloss

Maria Frieden
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