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Firmung in Maria Frieden

„TALITA KUM! Das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage Dir, steh auf!“ (Mk 5,41b). Das Evangelium von der Auferweckung der Tochter des Jaïrus hat zuerst einmal nicht viel mit Pfingsten oder Firmung zu tun. Aber sehr viel damit, erwachsen zu werden. Denn es sind 31 junge Christinnen und Christen unserer Gemeinde, die an der Schwelle zum Erwachsenwerden stehen und zwei, die diesen Schritt schon vor einigen Jahren getan haben. Sie werden am Freitag, den 16. November 2018 in einem Festgottesdienst um 18.00 Uhr in St. Clemens, Clemensplatz 1a, 47807 Krefeld, von Weihbischof Dr. Bündgens gefirmt.

Auch die zwölfjährige Tochter des Jaïrus steht an dieser Schwelle; damals standen die jungen Leute viel eher da als heute. Für ein junges Mädchen zur Zeit Jesu bedeutete das Erwachsenwerden: verheiratet werden und die Übernahme der mühevollen Pflichten als Hausfrau und Mutter. Die (relativ) behütete Kindheit der Tochter des Jaïrus geht dem Ende zu – stirbt. Die bevorstehende Last des Erwachsenwerdens und -seins drückt das Mädchen fest auf den Boden, macht sie starr vor Angst. Die Zukunftsangst tötet sie innerlich.

„Talita kum!” spricht Jesus ihr zu. „Steh auf! Das Erwachsenwerden ist nicht das Ende des Lebens; du kannst nicht einfach liegen bleiben. Du musst aufstehen und dich der Zukunft und den damit verbundenen Aufgaben stellen.” Jesus er-MUT-igt sie dazu; seine liebende Nähe gibt ihr die Kraft. Sie entscheidet sich für das Leben.

Die Zukunft unserer 33 Firmbewerberinnen und -bewerber ist sicherlich eine andere als die der Tochter des Jaïrus. Im Gegensatz zu ihr gehen sie auch mit viel mehr Zuversicht in die Zukunft. Aber ein Zuckerschlecken ist das Leben in unserer Welt heute auch nicht (immer). Ohne eine gute Ausbildung und ohne innere Stärke wird es nicht gehen. Im Firmsakrament will Gott sie er-MUT-igen, sich ihrer Zukunft als Christinnen und Christen zu stellen. Seine liebende Nähe will ihnen Kraft geben. Denn das ist heute noch so, wie vor 2000 Jahren: Glaube will sich von Jesus berühren lassen, will sich von ihm stärken lassen. Glaube will zum Aufstehen ermutigen gegen alles, was uns Angst macht, was uns und unser Leben klein und freudlos macht. Glaube will zum Aufstand gegen den Tod ermutigen, gegen den Tod der Armut, gegen den Tod der Unfreiheit, gegen den Tod des Ausgestoßenseins.

Sie, liebe Gemeinde von Maria Frieden, sind herzlich eingeladen, diesen Firmgottesdienst mitzufeiern ‒ auch, um den jungen Menschen zu zeigen, dass sie nicht allein auf ihrem Weg in die Zukunft sind. Und wenn Sie noch etwas Zeit und Ruhe haben, dann nehmen Sie bitte die 33 in Ihr Gebet auf.

Michael Gerards, Diakon


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