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St. Clemens im Wandel der Zeiten

Am 14. Oktober 1868 wurde die Kirche, wie wir sie heute kennen, feierlich geweiht. Anlässlich des 150-jähigen Jubiläums lädt die Gemeinde St. Clemens am Wochenende ein: am Samstag, den 13. Oktober findet nach der Vorabendmesse ein Cocktailabend mit musikalischer Untermalung der „Pink Propellers“ statt. Am Sonntag wird der Jubiläumsgottesdienst gefeiert, an den sich „Clemens in Bewegung“ mit einer Rallye und einem großen Angebot für das leibliche Wohl anschließt.

So wie St. Clemens heute aussieht, sah die Kirche zum Zeitpunkt der Weihe aber nicht ganz aus. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche, aufgrund der wachsenden Einwohnerzahl in Fischeln zu klein. Anstatt die Kirche abzureißen wurde nur der alte Chorraum abgerissen und im Jahr 1867, nur ein Jahr vor der Weihe, das große Querschiff an der Marienstraße angebaut. Damit gehört die Clemenskirche zu den wenigen mittelalterlichen Kirchen, die erhalten wurden, da das erste Fundament der Kirche auf die Zeit vor 1000 n. Chr. datiert wurde.

Im Jahr 1900 wurde der Hochaltar aufgestellt. Der gotische Flügelaltar wurde von Tenelsen gefertigt und ist bis heute Teil der Kirche. Nur der obere Teil, der den Altar abschloss, eine Kreuzigungsgruppe, wurde im Laufe der Jahre abgenommen und über dem Haupteingang aufgehängt. Die Schnitzarbeiten, sowie die Vergoldung der Bilder, bieten ein beeindruckendes Bild.

In den Jahren 1965 und 1966 gab es eine erneute Veränderung. Es wurden große Teile des Innenraums umgestaltet: aufgrund des zweiten Vatikanischen Konzils erfolgte eine Aufstellung eines sogenannten Volksaltares. Die dadurch verlorenen Plätze für die Kirchenbesucher wurden durch eine Empore an der Südseite ersetzt. Die Empore für den Chor wurde zu dieser Zeit ebenfalls neugestaltet. Aufgrund der Zuwendung des Priesters zum Volk während der Heiligen Messe, wurden die Sitzbänke in den Seiten des Querschiffs um 90 Grad gedreht, sodass sie nun dem neuen Altar zugewandt waren.

Historie

1867: bauliche Vergrößerung der Kirche

1868: Kirchenweihe

1900: Errichtung des Hochaltars

1965/66: Errichtung des „Volksaltars“, Drehung der seitlichen Kirchbänke zum Altar und Bau der Emporen

2001: Erneuerung des Kreuzes mit goldenem Wetterhahn

2010: Abriss der Emporen

2017: Einbau der neuen Orgel

Im Juni 2001 gab es wieder eine Neuerung: das neue Kreuz mit vergoldetem Wetterhahn wurde präsentiert und gesegnet. Das alte Kreuz schmückte seit 1776 die Spitze des Kirchturms. Der Hahn auf dem alten Kreuz war, nach Entdeckung der Jahreszahl bei Reparaturarbeiten im Jahr 1908, von 1786 und somit der älteste Kirchturmhahn in Krefeld. Trotz mehrfacher Instandsetzungen musste der Hahn 1997 schließlich abgenommen werden. Durch den großen Einsatz von Gemeindemitgliedern erhielt der Kirchturm von St. Clemens 4 Jahre später erneut ein Kreuz mit Hahn für seine Spitze.

Die letzten großen Veränderungen fanden in den Jahren 2010 und 2017 im Innenraum der Kirche statt. Die Emporen auf beiden Seiten des Querschiffes wurden 2010 abgerissen. Außerdem benötigte die Kirche aufgrund eines Schimmelbefalls eine neue Orgel. Durch eine lange und große Spendenaktion konnte im Oktober 2017 schließlich die neue Orgel eingebaut und feierlich eingeweiht werden. Erneut wurde die Kirche St. Clemens von der Gemeinde unterstützt, um Veränderungen zu ermöglichen. So zeigt sich, dass die Kirche zwar innerlich und äußerlich einige Neuerungen erlebt hat, aber dennoch seit 150 Jahren der Gemeinde in Fischeln als Kirche erhalten werden konnte.

Text: Lisa Grüttner l Foto: Uwe Rieder

 

Maria Frieden
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