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22 Aug 2018
20:00  –
Gemeinderat Herz Jesu

Kaffee, Tee und Informationen

Die Deutschen konsumieren mehr Kaffeespezialitäten als die Italiener und die Franzosen. Auf der sogenannten Konsumliste für Kaffeespezialitäten liegt Deutschland auf Platz acht, Italien oder Frankreich folgen erst später. Grund genug, sich über das breite Kaffee- und Teeangebot zu informieren, das die Eine-Welt-Läden der Pfarrei Maria Frieden anbieten. Möglich ist dies am Donnerstag, den 31. Mai 2018, Fronleichnam, in Herz Jesu, Kneinstraße 64, 47807 Krefeld, im Anschluss an die Fronleichnamsprozession.

Der Geruch von frisch aufgebrühtem Kaffee oder leckerem Tee löst bei vielen ein wohliges Gefühl aus. Auch das Wort „Kaffeepause“ wird von einer Mehrzahl der Deutschen mit positiven Empfindungen assoziiert. Auch die „Teatime“ erfreut sich großer Beliebtheit. Im Durchschnitt konsumiert jeder Deutsche im Jahr 4,8 kg Kaffee. Das entspricht knapp 2 Tassen Kaffee am Tag. Laut dem „Kaffeereport 2013“ trinken die Deutschen pro Sekunde etwa 2315 Tassen Kaffee.

Wie die Rohstoffe jedoch nach Europa kommen und unter welchen Bedingungen sie in den Herkunftsländern angebaut werden, wissen die Wenigsten. Armut, katastrophale Arbeitsbedingungen sowie Kinderarbeit sind auf Plantagen in Afrika, Südamerika oder Asien leider keine Seltenheit. Ein Arbeiter verdient oft nur wenige Cents. Trotz harter körperlicher Arbeit können die wenigsten Bauern davon ihre Familie ernähren. Die herrschenden Welthandelsstrukturen und eine zunehmende Globalisierung haben hieran einen wesentlichen Anteil.

Der Faire Handel ist anders organisiert. Hier steht nicht der reine Warenhandel im Vordergrund. Den Akteuren geht es vordringlich um Gerechtigkeit auf allen Systemebenen. Sie können natürlich nicht für alle Probleme der Welt eine Antwort finden. Mit dem Grundgedanken ermöglichen sie jedoch bisher benachteiligten Handelspartnern eine Vermarktung unter fairen Bedingungen. Was vor über vierzig Jahren als Nische begonnen hat, kann heute nicht umsonst als Trend bezeichnet werden. Faire Handelsorganisationen haben in der Bevölkerung das Bewusstsein für einen nachhaltigen Konsum geschärft. So ist es vielen Menschen heute eben nicht mehr egal, wie ein Gut entsteht. Das Eintreten für die Einhaltung von Sozialstandards war dabei Pionierarbeit.

Es geht um mehr als nur den Preis

Oft wird unter dem Fairen Handel lediglich ein als "fair" wahrgenommener Preis verstanden. Gemeint ist damit, dass für Produkte ein verlässlicher Mindestpreis gezahlt wird. Dieser ist langfristig angelegt und liegt über dem Weltmarktpreis. Dazu kommen weitere Fairtrade- und Qualitätsprämien. Die genossenschaftlich organisierten Bauern entscheiden vor Ort selbst, wofür diese Prämien verwendet werden. Der Bau von Trinkwasserbrunnen, Schulen sowie infrastruktureller Einrichtungen zur medizinischen Versorgung stehen neben einer Steigerung des Wohlergehens der Gemeinschaft im Vordergrund. Zu den weiteren Bestandteilen des Fairen Handels zählen einerseits anhaltende und möglichst direkte Handelsbeziehungen. Andererseits die Förderung einer biologischen Landwirtschaft. Daneben treten die Organisationen für ein Verbot von ausbeuterischer Kinder- und Zwangsarbeit ein.

Diesen fairen Handel zu unterstützen und darüber hinaus noch mit den erwirtschafteten „Gewinnen“ des Verkaufs Partnergemeinden zu unterstützen, ist Aufgabe und Ziel der Eine-Welt-Initiativen der Gemeinden von Maria Frieden. Gerade an Fronleichnam, dem Fest, an dem der christliche Glaube nach außen getragen und bekannt wird, ist es den Teams der Eine-Welt-Läden ein Anliegen, ihre Arbeit möglichst vielen Gemeindemitgliedern bekannt zu machen. Darum sind alle Pfarreimitglieder und Gäste herzlich eingeladen, sich über die Arbeit der Eine-Welt-Läden zu informieren und den Einsatz der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tatkräftig zu unterstützen.

Die Eine-Welt-Verkaufsstellen in Maria Frieden und ihre Öffnungszeiten:

St. Clemens, Clemenshaus, Clemensplatz 1, 47807 Krefeld
jeden Sonntag von 10.30 bis 13.30 Uhr

Herz Jesu, Pfarrheim, Kneinstraße 64, 47807 Krefeld
immer am zweiten Wochenende eines Monats, vor und nach den Gottesdiensten (Sa. 18.30 Uhr / So. 10.00 Uhr)

St. Bonifatius, Bonifatiushaus, Vulkanstraße 257, 47807 Krefeld
immer am zweiten Wochenende eines Monats, nach dem Gottesdienst (Sonntag, 10.00 Uhr)


Foto: Petra Grüttner 

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