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Café Maria blickt bereits auf 80 erfolgreiche Treffen zurück

Seit dem Herbst 2016 gibt es das Café Maria in der Pfarrgemeinde Maria Frieden. Das Café bietet eine Begegnungsmöglichkeit zwischen Flüchtlingen und Einheimischen - mit großem Erfolg. Aktuell ist das Café so etwas wie eine kleine Sprachschule mit angegliedertem Kindergarten. Diakon Michael Gerards beschreibt die Arbeit des Cafés.

80 x BegegnungsCafé MARIA in Stahldorf …
… und es geht weiter!

Immer dienstags zwischen 15 und 17 Uhr ist das Bonifatiushaus an der Vulkanstraße voller Leben. Dann sorgen bis zu fünfzehn Kinder – vom Neugeborenen bis zum Kind im Grundschulalter – dafür, dass aus dem Pfarrsaal ein großer Spielsaal wird. Die Mütter dieser Kinder, die fast alle aus Syrien stammen, erlernen derweil in anderen Räumen die deutsche Sprache. Ein Sprachgemisch aus Deutsch und Arabisch füllt ebenso den Raum wie der Duft von frisch gebrühtem Kaffee.

Seit Herbst 2016 gibt es in Stahldorf das Flüchtlingskaffee der Pfarrgemeinde Maria Frieden. Siebzehn Damen und Herren starteten damals ein Projekt, das als Begegnungsmöglichkeit für Flüchtlinge und Einheimische gedacht war. Es sollte ein Ort des gegenseitigen Kennenlernens sein und die Möglichkeit bieten, Hilfen für ein neues Leben in Krefeld zu erfragen bzw. anzubieten. Dass das Café MARIA in der Zwischenzeit 80 Mal seine Türen geöffnet hat – und ein Ende ist nicht in Sicht – zeigt deutlich, dass dieses Projekt sinnvoll war und weiterhin notwendig ist.

Zurzeit ist das Begegnungscafé so etwas wie eine kleine Sprachschule mit angegliedertem Kindergarten. Gerade diese Kombination macht das Café für diese Frauen interessant: während ihre Männer in Integrationskursen büffeln oder schon in ihren alten bzw. neu erlernten Berufen arbeiten, können die Frauen bei uns Deutsch lernen und die Aufsicht über ihre Kinder vertrauensvoll in die Hände erfahrener (Groß)mütter und (Groß)väter geben. Vier Lehrerinnen vermitteln die deutsche Sprache– oder auch erst einmal das Lesen und Schreiben, je nachdem, denn das Bildungsniveau der Flüchtlingsfrauen reicht von Analphabetismus bis Hochschulabschluss.

Auch wenn der Unterricht und die gleichzeitige Betreuung der Kinder im Vordergrund stehen, haben wir das ursprüngliche Ziel, den Flüchtlingen bei ihrem Neustart in Deutschland umfassend zu helfen, nicht aus den Augen verloren: Begleitung bei Behördengängen, Hilfestellung, wenn jemand die Übersicht im Dschungel deutscher Bürokratie verloren hat, Organisieren von Kinderfahrrädern oder Handmixern, alles das gehört auch zu unseren Aufgaben. Dass wir dabei nicht alleine stehen, sondern immer wieder finanzielle Hilfe von verschiedenen Einzelpersonen und von Gruppierungen unserer Pfarrgemeinde erhalten, ist uns eine große Hilfe.

Im Café MARIA kann man erleben, wie erste Schritte von Integration aussehen können: in dem man voneinander erzählt, die andere Kultur und Religion wertschätzend wahrnimmt, Kochrezepte austauscht, sich gegenseitig bekocht, einander hilft– kurz: ein wenig das Leben miteinander teilt.

Bei uns ist aber immer auch noch Platz für weitere Menschen. Wir würden uns freuen, wenn uns Frauen und Männer, Jugendliche und Erwachsene besuchen kämen. Vielleicht fänden auch Sie Interesse an unserer Arbeit und an den Menschen, die sich dort treffen. Man muss kein Arabisch können. Denn wir können uns (schon) ganz gut auf Deutsch unterhalten. Sie sind herzlich eingeladen.


Text: Michael Gerards, Diakon l Foto: Frank Gärtner - Fotolia.com

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