„meet & eat“ im Stadtwaldhaus

Von Dr. Lothar Zimmermann, Vorsitzender des GdG-Rates Krefeld-Süd

„Heute bei Dir“ - Unter dieser Überschrift hat sich unser Bischof mit seinen Weihbischöfen und dem Generalvikar auf den Weg gemacht, ALLEN Menschen in seinem Bistum zuzuhören und Authentisches über ihre Freuden und ihre Sorgen zu erfahren. So wollen sie herausfinden, was sich in der Kirche der Zukunft ändern muss. Wie kann eine solche Mammutaufgabe gelöst werden?

Unser Bischof eröffnete diesen synodalen Prozess damit, dass er alle Christen des Bistums zu einem gemeinsamen Essen nach Aachen einlud. Es kamen etwa 400 Personen, von denen einige sogar deutlich unter 50 Jahre alt waren. Einen großen Teil der Zeit nahm die Vorstellung des Konzeptes in Anspruch. Wie in einer Familie am Essenstisch die Erlebnisse des Tages ausgetauscht und Entscheidungen gefällt werden, so sollte bei der ersten Veranstaltung ein Austausch der Menschen im Bistum mit dem Bischof am Essenstisch stattfinden. Nach diesem ersten Treffen werden ähnliche Veranstaltungen in den acht Regionen stattfinden und parallel dazu ein Gedankenaustausch im „privaten Rahmen“. Jedes Bistumsmitglied kann den Bischof, seine Weihbischöfe oder den Generalvikar zu einem Essen einladen, bei dem direkt und unmittelbar die verschiedensten Fragestellungen diskutiert werden.

Wir Krefelder sind für den 17.04.2017 von 18:00 bis 22:00 Uhr zu „meet & eat“ ins Stadtwaldhaus eingeladen. Dort sind 149 Plätze reserviert. Außerdem ist unsere Bistumsleitung im Rahmen ihrer Terminpläne bereit, Menschen zu besuchen und mit ihnen zu essen („meet &eat bei Dir“). Dabei soll es ausdrücklich nicht nur um „brave“ Katholiken gehen. Der Bischof möchte gerade mit denen sprechen, die zumindest distanziert, vielleicht gar ablehnend der Kirche gegenüber stehen. Die Idee ist also, dass Menschen zu einem für den Bischof möglichen Termin ihn und Freunde einladen, um bei einem gemeinsamen Essen über das zu sprechen, was sie bewegt, und der Bischof oder seine Vertreter hören zu.

Dieses Konzept konnte bei dem Treffen in Aachen nicht vollständig umgesetzt werden. Es waren einfach zu viele Menschen und zu wenig Zeit, aber man hatte den Eindruck, dass es dem Bischof ernst ist, wenngleich er gegenwärtig noch sehr Priester zentriert denkt. Wenn sich das nicht ändert, so werden Mammutgemeinden wie in Saarbrücken wohl auch im Bistum Aachen Realität

Ich wünsche ihm auf jeden Fall Erfolg, damit wir das Lamentieren über abnehmende Gläubigenzahlen beenden und uns wieder glaubhaft und mutig voll Freuden über unseren Glauben für unsere Mitmenschen einsetzen.


Foto: reichdernatur - Fotolia.com

Maria Frieden
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